Jens Christian Wittig (55) 

….lebt seit jeher in und von Visionen. 

Lokal und global 

Seit mehr als 25 Jahren setz er als  international tätiger Garten- und Landschaftsdesigner, Stadtplaner und Fotokünstler Projekte zunächst in Deutschland, Frankreich und  Spanien , später auch in Russland und Arabien um. 

Seit  2001 führten ihn gewonnene internationale Wettbewerbe nach China.  Shanghai ist bis heute seine permanente Arbeitsstätte und prägt als Inspirationsquelle seine Projekte und seine künstlerische Arbeit.

Seine Heimat blieb Weimar. Seine intenditerte Destination Kapstadt, wo er sich seit 1994 regelmäßig  zurückzieht – nicht nur des aussergewöhnlichen Lichtes wegen… 

 

Visuell und prävisuell 

Etwas nicht nur sehen sondern auch vorweg-sehen, etwas sichtbar machen, was so bisher noch nicht sichtbar war, ist der seit jeher der Inhalt seiner Arbeit. 

In seiner Jugend zeichnete, malte und fotografierte Wittig unentwegt. Er studierte in Dresden – zunächst Landschaftsarchitektur, Städtebau und im Abendstudium  Bildende Kunst. Fotografisch war er schon als Student umtriebig und immer experimentell auf der Suche. 

Klassisch und digital

Die sich in den letzten Jahren rasant entwickelnden neuen digitalen Technologien beschäftigten Wittig intensiv.  Mehr und mehr bindet er diese in seine Projekte ein und nutzt sie als Werkzeug für seine Arbeit wie einst Bleistift, Feder und Pinsel. 

In seinen digitalen Bild-Transformationen erarbeitet er sich mit neuen Mitteln seine spezifischen Bildwelten und führt seine  klassischen erlernten  künstlerischen Seh- und Sichtweisen im digitalen Zeitalter fort.  

Zwischen Malerei und Fotografie 

Wittigs Arbeiten nutzen in der Aufnahme und im Print zwar fotografische Techniken sind aber von der Fotografie mittlerweile weit entrückt. Vielfach ist die  Nähe zu malerischen Elementen und sophistischen grafischen Effekten zu erkennen. Die erzielte Vielschichtigkeit, Tiefe, Leuchtkraft und Farbspektren seiner Bilder sind aber – so wird kommentiert – durch Malerei und Grafik im klassischen Sinne kaum noch zu erreichen. 

Zufall als Inspiration

Wittig analysiert Situationen, Orte und Stimmungen, Licht- und Raumsituationen. Manchmal erfolgt dies zufällig, manchmal bewußt suchend. Auch die Gunst des Zufalls gilt es für ihn zu erkennen und bewußt als Inspirationsquelle zu nutzen. 

In aufwändigen und zum Teil auch langwierigen digitalen  Prozessen entsteht seine eigenständige Ausdrucksform in elaborierter Form primär am Computer.  

Sein Ausgangsmaterial dekomponiert Wittig, fügt  und überlagert es neu und vielschichtig – wie einst in der Lasurmalerei – und formt so kreativ seine Bildaussagen.  

Das Bild ist nur im Kopf 

Für Wittig ist das Bild selbst nichts. Das wahre Bild entsteht für ihn erst im Betrachter. Und dieser kann  – auf  seine eigene Weise  – sich in seiner eigenen Fantasie und Wahrnehmung ein „Bild machen“ – es mögen oder ablehnen. Deshalb verzichtet er gern auf Erklärung zu seinen Motiven.

Und manchmal kann der aufmerksame Betrachter in den Bildern auch Musik hören – sie unterstützt das emotionale Element der Wahrnehmung… 

 

Jens-Christian Wittig

Weimar – Shanghai im Sommer 2016

 

CV

  •  – geboren 1962 in Weimar
  • – 1983 bis 1989 Studium in Dresden
  • – diverse Ausstellungen und Veröffentlichungen im Studium
  • – ab 1990 beruflich tätig in Frankfurt am Main
  • – freiberuflich tätig seit 1992  mit Niederlassungen in Weimar, Mallorca, und Shanghai
  • – neben der Fotografie Interesse an  Bildender Kunst – Design –  Reisen – Segeln –  Golf – Gärtnern